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Samstag, 29. Dezember 2007

Weinheim: Erneut stirbt ein psychisch Kranker nach einem Polizeieinsatz

von @ 11:45. Kategorien: Todesschüsse in Heppenheim, Polizei


Nachdem an Heilig Abend in Heppenheim ein psychisch Kranker von einem Polizeikommando mit insgesamt 12 Schüssen niedergestreckt wurde, starb nun nicht weit entfernt, in Weinheim, erneut ein psychisch Kranker nach einem Polizeieinsatz.
In dem dpa-Bericht heißt es: “Aus zunächst unbekannten Gründen setzte plötzlich die Atmung aus” - während oder nachdem mehrere Polizisten gemeinsam mit Betreuern den randalierenden Mann überwältigten.

>Nach einem Angriff auf seine Betreuer ist ein psychischer kranker Mann in Weinheim von Polizisten überwältigt worden und später gestorben. Die Todesursache war zunächst unklar, wie die Polizei Heidelberg und die Mannheimer Staatsanwaltschaft am Freitag berichteten. Der kräftige 27-Jährige hatte am späten Donnerstagnachmittag in einer Wohngruppe in einem Haus an der Bahnhofstraße randaliert und Mitarbeiter attackiert. Wie es im Bericht der Staatsanwaltschaft heißt, konnten mehrere Polizisten den Mann gemeinsam mit den Betreuern überwältigen.

Aus zunächst unbekannten Gründen setzte plötzlich die Atmung aus, ein Notarzt konnte ihn jedoch wiederbeleben. Der Mann wurde in ein Krankenhaus in Weinheim gebracht und später in eine Mannheimer Klinik verlegt. Dort starb er in der Nacht zum Freitag.

Um die Todesursache zu klären, sollte die Leiche voraussichtlich heute obduziert werden. Mit Ergebnissen der Untersuchung rechnet die Polizei Anfang nächster Woche. Die angegriffenen Betreuer kamen mit dem Schrecken davon. < Quelle: Darmstädter Echo, Psychisch kranker Mann stirbt nach Angriff auf Betreuer, 29. 12. 2007 [Hervorhebungen und Links von uns]


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7 Kommentare zu “Weinheim: Erneut stirbt ein psychisch Kranker nach einem Polizeieinsatz”

  1. Jürgen schreibt:

    Mich würde einmal wirklich die Statistik interessieren: wieviele Menschen kommen in Deutschland jedes jahr direkt durch das staatliche Gewaltmonopol zu Tode?

    Ich vermute fast, dass im Vergleich dazu die organisierte Kriminalität fast "harmlos" ist.

  2. Peter schreibt:

    Egal, wie die Statistik ausfällt, sie ist nur die Spitze des Eisberges.
    Staatliche Willkür, eine immer mehr zunehmende Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten, das führt zur Depression, bis hin zum Selbstmord.
    Soviele Leichen schafft die Mafia auf der ganzen Welt nicht.
    Suppenküchen und "Tafeln", wo man sich anstellen kann, und  gammelige, alte Lebenmittel kostenlos  abholen kann, erfahren einen unglaublichen Boom, eine Million Menschen bei uns beantragen kein Hartz4, weil sie sich schämen,.
    Obwohl ihnen die Stütze zusteht, verrecken sie lieber, ehe sie auf diese miese Art vom "Staat" abgefrühstückt werden.
    Da sind die paar Ausraster von überzüchteten SEKlern wirklich Peanuts.

  3. Administrator schreibt:

    @Jürgen: Das staatliche Gewaltmonopol ist in einem (einigermaßen) demokratischen Staat notwendig, denn die Alternative wäre das Recht des Stärkeren.
    Ich wende mich hier nur gegen die Neigung von Behörden, die eigenen Leute bei Versagen oder bei Rechtsbrüchen straffrei zu stellen. Oder anders ausgedrückt: Staat und Staatsorgane müssen den gleichen Gesetzen unterworfen sein wie der normale Bürger. Das zeichnet den Rechtsstaat aus und genau daran mangelt es leider auch in Deutschland.

  4. Jürgen schreibt:

    @Administrator: Wir sind uns ganz einig, was die Notwendigkeit des staatlichen Gewaltmonopoles betrifft. Nur hat der Staat in meinen Augen die Verpflichtung, dieses ihm von seinen Bürgern übertragene Monopol so wenig exzessiv wie nur irgend möglich zu nutzen. Und genau hier sehe ich grosse Versäumnisse und Fehler.

    Ganz konkret sehe ich z.B. in der Personalpolitik der Polizei schwere Defizite: da werden doch  oft die Böcke zum Gärtner gemacht, wie man so schön sagt.

    Man sieht es immer wieder an solchen Fällen im lokalen Umkreis, aber auch ganz besonders krass z.B. am Verhalten der Polizei am 12.6.2007 in Halberstadt, wo eine Theatergruppe von rechtsextremen Schlägern attackiert wurde und die gerufenen Polizisten erst einmal die Opfer festhielten und die Täter laufenliesen.

  5. Hoffmann schreibt:

    Zu dem Thema passend erhielt ich die folgende Info: "Eine Abrechnung mit der Familienvernichtungsmafia, München (AZ/dpa)- Im Fall des 43-jährigen Münchners, der an Weihnachten seinen kleinen Sohn und sich selbst tötete, ist im Internet ein Abschiedsbrief aufgetaucht. In dem von der tz abgedruckten Brief erhob der Mann massive Vorwürfe gegen seine Ex-Frau, ein Familiengericht sowie die Politik. Für das was passiert ist, könne man sich bei seiner "egoistischen und verlogenen Ex-Frau" und "ihrem boshaften destruktiven und gehässigen Anwalt, der durch seine ständigen hetzerischen Ergüsse absichtlich Öl ins Feuer geschüttet hat" bedanken, schrieb der 43-Jährige.  Auch ein Familienrichter sowie die "feministischen Vollidioten von SPD und FDP, die vor 30 Jahren das heute gültige schwachsinnige Scheidungsrecht eingeführt haben" seien mitverantwortlich für die schrecklichen Geschnisse. Weiter sprach der Mann von einer "Familienvernichtungsmafia".
    Aus diesem Grund seien bereits ungezählte Leben zerstört worden, heißt es in dem Brief weiter. "Und viele Väter haben den selben Weg gewählt wie ich"…"-aber wundert euch nicht,wenn immer mehr entrechtete Männer, die nichts als eine intakte Familie wünschen und statt dessen abgezockt, betrogen, diffamiert und um ihre Kinder gebracht werden…" der Selbsttötung wählen.
    Die Homepage ist inzwischen gesperrt.
    Der Autor Stephan Gertei spricht in seinem Buch  "Abänderung Kindesunterhalt" Untertitel"Höllentrip durch die Instanzen" von den entsorgten Männern als "Unterhaltssklaven".  Die noch zu überarbeitende Auflage kann ab 10.Januar 2008 unter www.gerbarn@gmx.de bestellt werden. 

  6. Hoffmann schreibt:

    Am 8. Januar 2008  20.00Uhr findet eine Podiumsdiskussion zur hessischen Landtagswahl unter dem Titel ""Neue Jugend für Justizia" statt. Es werden Vertreter der viel Landtagsparteien und die "Linke" zum Thema Justiz ihre Positionen vertreten.
    Veranstalter: Humanistische Union Arbeitskreis "Justizreform".
    Ort: Historischer Saal des Marburger Rathauses.
    Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, um mit zu diskutieren und sich eine Meinung zu bilden.

  7. Hoffmann schreibt:

    Unter www.hu-marburg.de findet sich ein Beitrag der Humanistischen Union vom 02.01.08 zu der Rechtspolitischen Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 27.01.08 mit dem  oben genannten Titel "Neue Jugend für Justizia". Die Veranstaltung ist wichtig, damit wir von der Klagemauer weg kommen und nur immer den Ist- Zustand aufzeigen. Das haben vor uns schon Viele getan und sind vom Tisch gefegt worden! 
    Wir müssen uns in die Politik einmischen, den Fuß bei den Entscheidungsträgern in die Tür stellen.
    Die Hessenwahl ist ein guter Anfang! Liebe Leser, informiert Euch, wer für die Misere in der Justiz verantwortlich ist! Das sind die etablierten Parteien. Und diese Parteien werden nichts ändern, wenn wir sie bei der Wahl nicht abstrafen! Geht zur Wahl und prüft vorher, wer die Probleme angehen will. Wir brauchen Demokraten, die es mit ihrem Handeln beweisen, dass sie es sind.
    2009 ist Budestagswahl!

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